TeX ist ein System zum Setzen von Texten und insbesondere mathematischer Texte, das ab 1977 von Donald E. Knuth entwickelt wurde. Es ist rechner- und betriebssystemunabhängig und praktisch für alle Plattformen frei erhältlich. Seine Verbreitung über das universitäre Umfeld bzw. über Verlage hinaus als Standard-Textsystem leidet daran, dass es mehr einer Programmiersprache als einem üblichen Textverarbeitungsprogramm ähnelt (ähnlich wie bei HTML). Von "Wysiwyg" also keine Spur beim Editieren! Umso höher ist dann allerdings die Qualität beim Ausdruck.

Die Texterstellung ist ein zweistufiger Vorgang. Zunächst wird ein Quelltext (reines ASCII) erstellt, der hauptsächlich die logische Struktur des gewünschten Textes beschreibt und Vorgaben zum Layout macht. Dieser Text wird vom TeX-Compiler in ein spezielles Format (.DVI=device independant) übersetzt. Diese Datei kann dann mit hardwareabhängigen Programmen betrachtet und ausgedruckt werden. Der Quelltext für die gewünschte Textausgabe ist auf beliebigen Rechnern und Betriebssystemen verarbeitbar. Man muss dort nur ein entsprechendes TeX-System installiert haben.

Seit ca. 1988 erstelle ich alle meine Texte für die Schule und auch alle privaten Briefe mit dem Textsatzsystem TeX bzw. mit LaTeX, einer um Makros erweiterten Version. In dieser Zeit sind Versionen des beliebten MS-Word und Betriebssysteme geändert, upgedatet und neuentwickelt worden, vom Markt verschwunden, neu hinzugekommen und auch häufig abgestürzt. TeX hat sich über all die Jahre als äußerst stabiles, freies und betriebssystemunabhängiges System zum Setzen von "`schönen"´ Texten behauptet. Im Bereich des mathematischen Satzes ist es immer noch unerreicht.

Die Versionsnummern sind an den Nachkommastellen der Zahl PI ablesbar. Die Versionsnummern von METAFONT, dem Programm zur Erstellung von Fonts, sind an den Nachkommastellen der Zahl e ablesbar.

TeX ist praktisch fehlerfrei! Donald Knuth hat vor einiger Zeit für einen gefundenen Fehler einen Preis ausgesetzt und für jeden weiteren Fehler den Preis verdoppelt. Momentan bekommt man 327 Dollar und 68 Cent für einen gefundenen Fehler in TeX (man beachte die 2er-Potenz)!

Typographie und Schrift sind Mimik und Tonfall des geschriebenen Wortes.

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