Planungsvorgaben und Sicherheitsaspekte
- Benutzerbezogene Anmeldung für alle Schüler und Lehrer:
Schüler und Lehrer können sich an einem beliebigen Computer in
der Schule mit ihrem Benutzernamen und Kennwort anmelden und haben dann
Zugriff auf ihr Homeverzeichnis auf dem Server. Überall haben die
Computer die gleiche Oberfläche, d.h. überall sind auch alle
Programme aufrufbar.
- Arbeitsplatzbezogene Anmeldung für Gäste
und für den Fall, dass das Netzwerk einmal nicht funktionieren sollte
oder nicht funktionieren soll.
- Serverbasierte Arbeitsverzeichnisse:
Auf dem Server liegen Homeverzeichnisse mit Speicherplatzbegrenzung,
Lehrerververzeichnisse zum "Aufgaben abholen" und "Arbeiten abgeben"
und temporär freigeschaltete Verzeichnisse zum Austausch von Ergebnissen.
Diesen Verzeichnissen werden auf den Workstations Laufwerksbuchstaben zugeordnet.
- Serverbasierte verbindliche Profile:
Verbindlich heisst unveränderlich, d.h. nach einer Neuanmeldung sind
gemachte Veränderungen verschwunden.
- Programme sind auf den Workstations installiert:
Damit ist auch ein Arbeiten bei Netzausfall möglich und die Belastung des
Servers wird minimiert. Der Installationsaufwand ist durch das Cloning-Konzept
auf eine Workstation beschränkt.
- Einlog-Script
erledigt benutzer- und raumabhängige Einstellungen wie z.B.
Speicherplatzbeschränkung und Druckerzuweisung.
- Cloning-Konzept:
Durch das einfache Clonen ganzer Festplatten sind Reparaturen schnell
durchgeführt. Eingesetzt wird Norton-Ghost. Man kann einzelne Rechner
reparieren oder über Multicast einen ganzen Rechnerraum über
Disketten auf einen definierten Stand bringen. Die Images der Workstations
werden auf dem Server abgelegt bzw. auf dem Server zusätzlich über
einen Brenner gesichert.
Schwierigkeiten bereiten allerdings verschiedene Hardware-Ausstattungen.
- Sicherheitskonzept:
Es wird angestrebt, das System möglichst sicher vor unbeabsichtigten oder
beabsichtigten Systemveränderungen zu machen. Dies geschieht über
Berechtigungsvergabe für Freigaben und Verzeichnisse und
benutzerabhängige Einschränkungen mit dem Richtlinien-Editor.
Da aber eine übertriebene Einschränkung die Arbeit mit
verschiedenen Programmen behindern kann
- z.B. würde das Abschalten der Eingabeaufforderung das Starten eines
Compilers unmöglich machen -
einscheint das Konzept eines relativ offenen Systems mit der Möglichkeit
des Clonens eines "vermurksten" Systems als der geeignete Kompromiss.
Wenn ich mit einer geeignet eingerichteten Diskette ein System in
5 Minuten wieder zum Laufen bringen kann, mache ich mir nicht allzu
viel unnötige Gedanken zur Absicherung des Systems.
- Preisgünstige Realisierung
ergibt sich durch weitgehende Beschränkung auf bordeigene Mittel
und frei zugänglichen Tools. Kosten fallen lediglich für das
"Microsoft Windows NT Resource Kit" (ca. 100 DM für Buch und CD)
und die Lizenzen für Norton-Ghost (ca. 25 DM pro Rechner) an.