Sprüche zu Erziehung, Schule, usw.


Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr., Version 1)


Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer.

(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr., Version 2)


Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern und tyrannisieren die Lehrer.

(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr., Version 3)


Die Jugend liebt heute den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wo sie arbeiten sollte. Sie verschlingt die Speisen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert die Eltern.

(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr., Version 4)


Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr., Version 5)
Für das Sokrates-Zitat gibt es keinen Beleg. Womöglich ist es einfach frei erfunden.


"Non vitae sed scholae discimus."
(Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.)

Seneca (4 v.Chr. – 65 n.Chr.) römischer Philosoph, Dichter und Politiker; Zitat aus "epistulae morales ad Lucilium 106", in dem er seine Kritik am römischen Bildungssystem äußert. Die bekanntere verdrehte Version, "Non scholae, sed vitae discimus", begann sich um das 13. Jahrhundert herum durchzusetzen und wurde und wird von Lehrern, hauptsächlich Lateinlehrern, verwendet, um aus berufenem Munde zu belegen, dass das, was man in der Schule lernt, wichtig für's Leben sei.


Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.

(Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)


Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.

(Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)


Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

(Mark Twain, am. Schriftst., 1835-1910)


Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei.

Unbekannt


Es kann nicht früh genug darauf hingewiesen werden, dass man die Kinder nur dann vernünftig erziehen kann, wenn man zuvor die Lehrer vernünftig erzieht.

Erich Kästner


Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss.

Wilhelm Busch


Der Tor braucht einen Keulenschlag, wo dem Weisen ein Wink genügen mag.

Aus Persien


«Wer aus dem Schatten an die Sonne gegangen ist, wird davon etwas Farbe bekommen, auch wenn er gar nicht deswegen an die Sonne getreten war. Wer sich in irgendeinem Duftladen niedergelassen und sich eine Weile darin aufgehalten hat, trägt das Rüchlein des Ortes mit sich fort. Und wer einmal in die Schule irgendeines Lehrers gegangen ist, hat daraus notwendig etwas gewonnen, das selbst dem noch irgendwie zustatten kommt, der dem Unterricht nur nachlässig gefolgt ist. Versteh mich recht: ich sagte 'nur nachlässig', nicht etwa: 'widerstrebend'.

'Ja wie?' wirst du fragen, 'kennen wir nicht sattsam Schüler, die viele Jahre in der Schule versessen und nicht die geringste Färbung angenommen haben?' Wie sollte ich die nicht kennen! Es sind ja die beharrlichsten und sesshaftesten, die ich freilich nicht eigentlich als Schüler ihres Lehrers, sondern als seine Hinterbänkler ansprechen möchte. Diese Leute kommen ja nur um zu hören, nicht um zu lernen, nur um der Augen- und Ohrenweide willen. Groß, wirst du mir zugestehen, ist die Gruppe der Schüler, die in der Schule nur ein Vergnügungslokal für müssige Stunden erblicken.»

Seneca, um 4 v.Chr. - 65 n.Chr., Briefe an Lucilius 108, 4ff.


Erziehung ist, die Kinder dahin zu bringen, die Fehler der Eltern zu wiederholen.

Arno Schmidt (1914 - 1979), deutscher Erzähler, Essayist, Biograph und Übersetzer englischer Literatur


Es hat keinen Sinn, Kinder zu erziehen, sie machen sowieso alles nach.

Unbekannt


Die schlimmste Form der Vernachlässigung eines Kindes ist seine Verwöhnung.

Andrzej Majewski (*1967), polnischer Aphoristiker, Erzähler, Publizist


Wer als Kind immer Honig bekam, wird sich später über den Essig wundern.

Unbekannt


Pädagogik ist die Kunst, aus Zwergen Durchschnittsmenschen zu machen, die sich für Riesen halten.

Werner Mitsch (*1936), deutscher Aphoristiker


Der Unbegabte berechnet seine Leistung nach dem Grad seiner Erschöpfung.

Art van Rheyn


Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.

Marcel Mart, französischer Schriftsteller


Über Leistungsdruck reden bei uns vor allem die Leute, die ihm nicht ausgesetzt sind.

Kurt Sontheimer (*1928), deutscher Politologe


Der Mensch weiß erst dann, was er leisten kann, wenn er es versucht.

Ugo Foscolo, eigentlich Niccolo Foscolo (1778 - 1827), italienischer Dichter, Romancier und Dramatiker


Die mehr leisten als wir, sind durchwegs Verrückte, die weniger leisten, durch die Bank Versager.

Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker


Besoldungsgruppen sind wie Automarken. Sie sagen über die Leistung an sich gar nichts aus.

Hermann Lahm (*1948), Texte in Gedichtform, Prosa, Aphorismen


Es gibt keine andere vernünftige Erziehung als Vorbild sein, wenn's nicht anders geht, ein abschreckendes.

Albert Einstein


Jeder Idiot kann etwas wissen. Entscheidend ist das Verständnis.

Albert Einstein


Bildung ist, was übrig bleibt, wenn man alles, was man in der Schule lernte, vergessen hat.

Albert Einstein


Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.

Benjamin Britten


Wahrlich, es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, es ist nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, es ist nicht das Dasein, sondern das Hinkommen, was den großen Genuss gewährt.

Carl Friedrich Gauß


Die schlechtesten Schüler machen immerhin manchmal die besten Fehler.

Gerd von Bruch


Schlecht steht es um den Schüler, der seinen Meister nicht überflügelt.

Leonando da Vinci


...und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt.

Sokrates


Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

Konfuzius


Wer selber vorzugsweise Erdnuss mampfend vor der Glotze sitzt, kann schlecht ins Kinderzimmer rufen: "Nun lies mal ein gutes Buch!".

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes


"Ich erziehe meine Tochter antiautoritär, aber sie macht trotzdem nicht, was ich will."

Nina Hagen, Rocksängerin


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